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18. Februar 2012

Jan in Vietnam: So überlebte ich einen Busunfall

Geschrieben von Jan Elm

Unser Redakteur Jan Elm war für einen Monat in Vietman. Dort hat er so viel erlebt, dass er ein ganzes Buch darüber schreiben könnte. Trauriger Höhepunkt: Ein Bus-Unfall, bei dem Jans Fahrer ums Leben kam. Bei BLITZ! Online erzählt er über seine Erlebnisse im fernen Land.

Warum nach Vietnam?

Ich lerne seit vier Jahren Chinesisch. Deswegen wollten wir eigentlich zuerst nach China reisen. Doch viele Verwandten waren nicht so begeistert von ihrem Urlaub in China. Und plötzlich stellte sich heraus, dass ich viele vietnamesische Freunde habe, die ich fälschlicher Weise für Chinesen gehalten habe. Sie sagten wir müssten unbedingt einmal nach Vietnam reisen. Außerdem sprechen ein Drittel der Vietnamesen Chinesisch und unsere Familie hat ein Patenkind in Vietnam, welches wir besuchen wollten. Also entschied ich mich mit meiner Familie für Vietnam.

Endlich Millionär

Der langgestreckter kommunistische Küstenstaat, ist in etwa gleich groß und hat auch etwa gleich viele Einwohner wie Deutschland. Aber in Vietnam gibt es viel mehr Millionäre als in Deutschland. Was nicht nur daran liegt, dass die Vietnamesen sehr viel härter arbeiten als wir, sondern auch an der Währung, dem Vietnamesischem Dong. Ein Vietnamese verdient im Durchschnitt 3.000.000 Dong im Monat. Das sind etwa 100 Euro. 1.000.000 Dong entsprechen ca. 36 Euro. Also ist es hier sehr einfach in Vietnam zum Millionär zu werden. Das Motto der Vietnamesen lautet: „Unabhängigkeit, Freiheit, Glück“. Dass sich die Vietnamesen gleich an erster Stelle Unabhängigkeit wünschen kommt wohl davon, dass sie 1000 Jahre unter chinesischer Kontrolle und später eine französische Kolonie waren.

Trotz Verbot bei Facebook eingeloggt

Wie ich leider erfahren musste hat die Kommunistische Regierung Vietnams, die auch die einzige Partei ist, Facebook gesperrt. Doch hatten fast alle Hotels ein tolles Programm auf dem Computer, was mir mit einem Doppelklick den Zugang ins freie World Wide Web verschaffte.

Der Sicherheitsdienst und die Polizisten, die vor jedem größeren Geschäft saßen, beschäftigten sich mit Handyspielen und quatschen anstatt aufzupassen. Nur die Touristenpolizei steht und läuft vor Museen herum, lächelt einen an, spricht sogar etwas Englisch und versucht den Touristen ein Gefühl von Sicherheit in dem Chaos zu vermitteln. 

Verkehrsregeln auf Vietnamesisch

Vietnams Straßen sind immer voll. So wird das Straßenüberqueren zu einem wahren Erlebnis und ist eine große Kunst, die man erst erlernen muss. Allgemein gilt: Autos weichen nicht aus, LKWs erst recht nicht, Motorräder weichen meistens aus, wenn auch in der letzten Sekunde.

An die neuen roten Ampeln haben sich inzwischen schon viele Vietnamesen gewöhnt, aber manche Verkehrsteilnehmer scheinen die Ampeln nicht wirklich zu sehen. Verkehrsschilder sind für die Verkehrsteilnehmer eher ein Vorschlag als eine Richtlinie. Offiziell herrscht in Vietnam Rechtsverkehr, aber in Wirklichkeit wird überall gefahren wo Platz ist.

Hier im zweiten Teil lest ihr, wie Jan und seine Familie einen Busunfall überlebten.

BLITZ! Autor Jan Elm war für einen Monat in Vietnam

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